Uphusen. Sozusagen inflagranti hat ein 50-jähriger Hausbewohner am Freitagnachmittag um kurz nach 15 Uhr zwei Einbrecher in der Küche seines Einfamilienwohnhauses am Weserhang in Uphusen überrascht. Ihm gelang es, einen der beiden Straftäter trotz heftiger Gegenwehr in den Schwitzkasten zu nehmen und längere Zeit festzuhalten.
Weil dessen Komplize ihm aber zu Hilfe kam, kam es zu einem Gerangel, in dessen Verlauf der 50-Jährige von einem der beiden Männer einen Schlag ins Gesicht bekam und vom anderen mit einem Glas auf den Kopf geschlagen wurde. Dadurch gelang zumindest einem der beiden Einbrecher die Flucht.
Der 21-jährige Sohn des Hausbewohners nahm allerdings die Verfolgung auf. Ebenso wie mehrere Nachbarn war er durch die Hilfeschreie seines Vaters aufmerksam geworden. Er lief dem Flüchtenden bis zum bewaldeten Sommerdamm hinterher, musste die Verfolgung aber aufgeben, weil er vom Täter mit einem messerähnlichen Gegenstand bedroht wurde.
Auch dem zweiten Täter gelang die Flucht. Weil dem 50-Jährigen irgendwann die Kräfte schwanden, konnte sich der Täter aus dessen Umklammerung lösen. Er bedrohte den Hausbewohner mit einem schweren Glasgegenstand und flüchtete damit durch die Haustür, vor der sich, aufgeschreckt durch die Hilfeschreie, mehrere Nachbarn und Passanten versammelt hatten. Denen warf der Einbrecher den Glasgegenstand vor die Füße und lief in Richtung Lenke-Schlesinger-Straße davon.
Dort konnte er allerdings von hinterher laufenden Nachbarn und Passanten überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Es handelt sich um einen 21-Jährigen aus Tostedt, der bereits einschlägig in Erscheinung getreten ist. Seinem Komplizen gelang die Flucht, obwohl die Polizei sogar mit Hilfe eines Hubschraubers stundenlang nach ihm fahndete. Unter anderem wurde der Campingplatz in Bollen nach dem Flüchtigen abgesucht – vergeblich.
Das Fluchtauto der beiden Einbrecher, einen BMW mit Bremer Zulassung, fand die Polizei verlassen im Bremer Stadtgebiet auf. Der Festgenommene wurde noch am Abend zum Vorwurf des Einbruchsdiebstahls vernommen. Er gab die Tat zu, machte jedoch zum Mittäter keine Angaben. Hinweise auf dessen Identität verspricht sich die Achimer Polizei vor allem durch eine intensive Spurensuche im Fluchtfahrzeug zu bekommen. Der BMW wurde bis auf Weiteres beschlagnahmt.