Walle. Bei einem ausgedehnten Küchenbrand in einem Einfamilienwohnhaus in Walle sind am Sonnabendnachmittag drei junge Leute verletzt worden. Sie atmeten giftiges Rauchgas ein und mussten zur Beobachtung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Küche indes brannte komplett aus. Auch angrenzende Räume und ein Teil des Daches wurden durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Ersten Schätzungen zufolge dürfte sich die Höhe des entstandenen Schadens auf circa 150.000 Euro belaufen.

Als die Rettungskräfte das brennende Wohnhaus erreichten, schlugen die Flammen bereits aus den Fenstern.
Noch ist unklar, wodurch der Brand in der Küche im Erdgeschoss des Gebäudes ausgebrochen ist. Angehörige einer spezialisierten Tatortgruppe der Polizei nahmen noch während der Löscharbeiten erste Ermittlungen auf und sprachen eine Beschlagnahme des Brandortes aus. Alles Weitere müssen nun die weiteren Untersuchungen des Zentralen Kriminaldienstes ergeben.
Der 20 Jahre alte Sohn der beiden Hauseigentümer, seine vier Jahre jüngere Schwester und eine 17-jährige Freundin, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs alleine im Haus befanden, konnten noch nicht eingehender von der Polizei befragt werden. Bei ihnen stand zunächst die medizinische Versorgung im Vordergrund. Alle drei wollen sich aber im Obergeschoss des Hauses befunden haben, als erste Rauchschwaden auf den Brand im Erdgeschoss hindeuteten.
Weil das Treppenhaus und damit der Fluchtweg nach draußen schon verqualmt war, mussten die drei sich über das Flachdach eines Anbaus in Sicherheit bringen.
Hauptaugenmerk der etwa 60 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Walle, Dauelsen und Verden war es, eine Brandausbreitung in Richtung des Dachstuhls zu verhindern. Das gelang nur teilweise, denn über den hölzernen Dachkasten über dem Küchenfenster hatten die Flammen bereits auf die Pfannenlage übergegriffen.
Deswegen musste die Löschkräfte einen Teil der Bedachung abtragen, um alle Glutnester richtig ablöschen zu können.
Wegen des Großeinsatzes musste die Bundesstraße 215 zwischen Verden und Rotenburg für rund zwei Stunden voll gesperrt werden. Zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es deswegen aber nicht.