500 Besucher beim Back- und Dreschfest

Oyten. Für das Back- und Dreschfest öffneten die Mitglieder des Heimatvereins Oyten gestern die Türen ihres Heimathauses. Aber auch auf dem Freigelände wurde den interessierten Gästen viel geboten. Bis in die frühen Abendstunden zählten die Organisatoren rund 500 Besucher.

Irmgard Frese und Hannalotte Rochel arbeiten am Webstuhl des Heimatvereins.

Irmgard Frese und Hannalotte Rochel arbeiten am Webstuhl des Heimatvereins.

Offiziell startete das Fest um 11 Uhr, aber bereits einen Tag zuvor wurde der Ofen im Backhaus angeheizt. „Das ist nötig, damit wir heute unseren leckeren Butterkuchen ganz nach Omas Rezept backen können“, erzählten Hermann Duhn und Franz Esselmann. Gestern standen sie ab 6.30 Uhr in dem kleinen Häuschen und kontrollierten die Temperatur im Steinofen.

„Die Bleche bleiben bei Temperaturen zwischen 220 und 240 Grad etwa sieben Minuten lang im Ofen. Dann ist der Kuchen perfekt“, sagte Hermann Duhn. Insgesamt holte das Back-Team 23 große Bleche aus dem Ofen. „Den Teig dafür haben unsere Frauen eigenhändig angerührt“, verkündete Franz Esselmann.

Im ersten Stock des Heimathauses hatten die Damen der Handarbeitsgruppe eine Ausstellung vorbereitet. Dabei wurde auch eine Sammlung Mützen aus dem 17. Jahrhundert präsentiert. „Die Kopfbedeckungen wurden uns von einer Bassener Familie gespendet. Früher haben die Frauen die Mützen bei besonderen Anlässen getragen. Beispielsweise bei Hochzeiten“, berichtete Marlies Esselmann. Zu sehen waren die Mützen gestern nur durch Glas.

Die vielen selbst angefertigten Textilien der Oytener Damen konnten von den Besuchern genauer angeschaut werden. „Alle vier Wochen treffen wir uns zum gemeinsamen Arbeiten“, so Marlies Esselmann. „Wir können alle voneinander lernen.“

Auf dem Platz vor dem Heimathaus sorgte die Gruppe „De Thüner“ für musikalische Unterhaltung. Etwas weiter zeigte Johann Esselmann mit seinem Lanz-Bulldog-Club alte landwirtschaftliche Maschinen. Zweimal zeigte er Kindern das Dreschen mit den alten Gerätschaften. Außerdem wurden die alten Handwerksberufe des Zimmermanns und des Seilmachers demonstriert.

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